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Energiewende zu Ende gedacht - wo soll der Strom denn herkommen?

 

 

Jan. 2019

Wo soll denn der Strom herkommen? Eine der Kernfragen unserer Zeit. In Deutschland will man so schnell wie möglich aus der Kohle und Kernkraft aussteigen. Die Erneuerbaren Energien, also Biomasse,Wind und Sonne sollen uns versorgen. Die Auswirkungen dieses Szenarios wurden allerdings nicht bedacht. In Deutschland wird gerade die letzte Zeche für Steinkohle geschlossen, weil deren Förderung immer Aufwendiger wird und die Kohle im Ausland billiger zu haben ist.

Die Verlagerung des Energieproblems hilft aber keinem. Steinkohle wird weiter importiert, Atomstrom holt man sich aus dem Ausland und auch Kohlestrom steht im Nachbarland ausreichend zur Verfügung. Die Auswirkungen der vielen Tausend Windkraftanlagen werden klein geredet und sind vorrangig ein Problem des ländlichen Raums.

 


Werfen wir einen Blick auf den Ist-Zustand:
Aber Achtung! diese Grafik ist nicht korrekt, denn für Sonne und Wind müssen immer 100% konventionelle Kraftwerke für viele Tage der Dunkelflaute bereit stehen. Sie sind also nur RECHNERISCH in der Bilanz zu betrachten.

Für einen Augenblick wollen wir diesen wichtigen Aspekt aber ausblenden und rechnen den theoretischen Ersatz der konventionellen Kraftwerke mal durch. Da die Nutzung von Biomasse und Wasserkraft in Deutschland begrenzt ist, müssten also Wind und Sonne theoretisch die fehlenden Kraftwerke ersetzen. Nach aktuellen Zahlen ergibt sich für den Ersatz der konventionellen Kraftwerke folgende Rechnung (mit dem Ziel 86,40% aus Wind+Sonne (Rest ist Biomasse,Wasser,Hausmüll)):

Windkraft:
2018 -> 14,50% = 28.812 Windkraftanlagen
Ziel -> 58,00% = 115.248 Windkraftanlagen (28.812 x 4)
Fotovoltaik:
2018 -> 7,10% = 1,7 Mio. Anlagen
Ziel -> 28,40% = 6,8 Mio Anlagen
(1,7 x 4)

Auch wenn man eine Leistungssteigerung neuer Windkraftanlagen berücksichtigt ->Link (S.40), wäre die verbrauchte Fläche riesig. Praktisch ist der weitere Zubau von fast 70.000 Windkraftanlagen nicht umsetzbar. Hierbei ist nicht mal der benötigte Bedarf für Verkehr und Wärme einbrechnet. Hinzu kommen würden weitere Energie-Wandlungsverluste im Power-to-X Verfahren.


 

Wie genau ist denn die Zielsetzung? Die Bundesregierung hat in Ihrer Energiestrategie 2050 das Ziel 80% erneuerbare Energien verankert ->Link . Dazu zählen auch Wasserkraft und Biomasse. Es gibt Studien, die uns 100% enrneuerbare als Realistisch verkaufen. ->Link Eine Studie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften beziffert den Ausbaubedarf auf das Siebenfache! des Standes von 2017. ->Link
Laut einer Stellungnahme der Expertenkommission zum Monitoring, sind allein 740 TWh EE für synthetische Brennstoffe nötig. Das UBA geht von 2755 Petajoule aus, entspricht 765 TWh. Um 1 kg Wasserstoff durch Elektrolyse herszustellen, werden ca 50 kWh/kg benötigt. Die Energiemenge für den Gesamtbedarf für die Elektrolyse beträgt ca. 1.300 THh, Wandlungsverluste eingerechnet. Das entspricht ca
130.000 WKA der neusten Bauart (250m Höhe). Diese müssten dann aus dem Ausland importiert werden. Alleine nur der Zusatzbedarf der Stahlindutrie für die Umstellung auf Ökostrom würde zusätzlich 12.000 WKA erforderlich machen. ->Link

Ist Wasserstoff grundsätzlich der Energieträger der Zukunft ? ->Link Es löst keine Energieproblem. ->Link

Karte mit in Planung befindlichen Regionalplänen (2015):

und dem Istzustand Brandenburg (3.800 WKA):

Aktuell stehen in Deutschland an Land 28.812 Windkraftanlagen (Ende 2017).

Es bleibt Utopie, weil der Flächenverbauch viel zu hoch ist.
Und weil weiter steigende Kosten nicht mehr bezahlbar sind. ->Link


 

Die Natur hatte sich jedenfalls in der 3. Kalenderwoche mal wieder entschieden aus der Stromproduktion auszusteigen. Daraus folgte ein maximaler Börsenpreis von  105,3 €/MWh  und ein Importsaldo von maximal 3.500MW.


 

 


 

 

 

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