höchste Windkraftanlage
2026
Im September 2026 wurde in Schipkau (Brandenburg) die höchste Windkraftanlage der Welt (365 m) eingeweiht. (51°30'29.9"N 13°51'44.3"E)
- Grundidee kommt von dem sächsischen Ingenieur Horst Bendix, der ein Höhenwindrad auf einer Stahlrohrkonstruktion vorsah. Deren Generator sollte im Turmfuß der Anlage stecken und könnte dort sehr groß und leistungsstark ausfallen, während der Turm deutlich weniger Gewicht tragen müsste und ein schlankeres, materialsparendes Design zuließe. Riemen würden die Rotation nach unten an womöglich sogar mehrere Generatoren übersetzen.
- Meßturm hat nur 1 Jahr gemessen und Windaufkommen variiert erheblich. Die vorliegenden einjährigen Messungen zeigen, dass die mittlere Windgeschwindigkeit in 300 Metern Höhe knapp 28 Prozent höher liegt als in 150 Metern Höhe (8,51 Meter pro Sekunde statt 6,66 Meter pro Sekunde). Erhöhung Windgeschwindigkeit um Faktor 1,3 verdoppelt die Strommenge. (dritte Potenz) Die Stillstandzeiten einer Windanlage würden von 12,3 Prozent auf 9,7 Prozent der gesamten Zeit sinken. ->Link
Der Berechnung zur Versorgung von 7.500 Haushalten (wurde per PM verkündet) liegen 5.000 Volllaststunden zu Grunde. Das sind viel zu optimistische Angaben. In Brandenburg liegt der Durchschnitt 2025 bei 1.500-1.800 Volllaststunden bei Anlagenhöhen von 150-250 m.
- Forschungsprojekt, um Wirtschaftlichkeit zu prüfen.
Die ursprünglichen Zahlen für Ertrag, Kapazitätsfaktor und Stillstandzeiten beziehen sich auf eine in der Auswertung angenommene 9,5 MW-Anlage (Typ Vestas V164). Die jetzt in Schipkau gebaute 3,8 MW-Anlage wird bei nahezu gleichem Rotordurchmesser wie die 9,5 MW-Anlage einen geringeren Ertrag haben aber einen höheren Kapazitätsfaktor (Wert für die Auslastung einer Windanlage, Einspeisung/inst.Leistung ) ->Link
techn. Daten: Generator Vensys-126 / 3,8 MW / Rotorblattlänge 63 m / Nabenhöhe: 300 m / Gesamthöhe: 365 m / Stahlturm,Teleskop-Bautechnik ->Link
- Kosten: Projekt aus dem Etat des Bundesforschungsministeriums abgesichert.
Reine Baukosten (Prototyp): ca. 25 Millionen Euro.
Entwicklungskosten: ca. 5 Millionen Euro
Gesamtes Förderbudget: das gesamte Forschungsprogramm (welches insgesamt zwei Höhenwindräder umfasst) rund 55 Millionen Euro. ->Link
Zusätzlich erhält der Betreiber evtl. auch noch die Erlöse aus den gesicherten Stromverkauf, gefördert durch das EEG. Am Ende bezahlen wir auch diese Windturbine mit sehr hohen Systemkosten (Leitungen, Speicher, Backupkraftwerke)
BP stoppt gerade Offshore-Projekte in der Nordsee, man habe mit der Bundesregierung über eine Rückgabe der Flächen verhandelt. ->Link
- In Hochdruckgebiete nimmt die Windgeschwindigkeit nach oben hin zu, bleibt jedoch im Vergleich zu Tiefdruckgebieten gedeckelt. Da die Druckunterschiede gering sind, fehlt die "Kraft" für starken Wind.
- Probleme: Es müssten beim Ausbau Wirbelschleppen und Akzeptanz berücksichtigt werden. Abstandsproblematik, optische Bedrängung (aktuell nur 2H) , was steht im Schallgutachten, gibt es überhaupt eins ? Umfangreicher Bedarf an Backup-Leistung bleibt. Abrieb von CFK und GFK bleiben.
- Wake-Effekte: In dicht belegten Windpark-Clustern mit hohen Nennleistungen pro Quadratkilometer Meeresfläche treten ausgeprägte Wake-Effekte auf, die laut Fraunhofer-Institut für verdichtete Ausbauszenarien in der Nordsee zu Ertragsminderungen um bis zu -20 % führen, d.h. die physikalisch nutzbare Windressource ist begrenzt.
- Die Studien zu den Offshore –Windkraftanlagen:
- Weiterer Ausbau verringert die Niederschläge in der Küstenregion ->Link
- Untersuchung von Skalierungseffekte (VGBE_ Verband der Energieanlagen-Betreiber). Die jährliche Ausnutzung der landesweiten Offshore Windturbinen sind nach einer Anlaufphase (2010 bis 2014) ab 2015 von etwa 42 % auf 33 % im Jahr 2024 abgesunken (2025: 32 %).
Dunkelflauten sind keine Randerscheinungen. Höhere Maximalwerte verstärkt die Fluktuation auf nahe Null. ->Link
- Eigene Berechnungen zur Entwicklung der Volllaststunden der Bundesländer zeigt einen stärkeren Rückgang der VSt. in den westlichen Bundesländern.
